Portrait Hannes Berreßem

Diplom-Psychologe
Hannes Berreßem


Eppendorfer Baum 21
20249 Hamburg

Telefon (040) 42 94 96 28


"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann."

F. Picabia

Methoden - die ich in meiner Arbeit integriere

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine Abwandlung der klassischen Psychoanalyse, denn beide haben den selben Ursprung. Allerdings gibt es einige wesentliche Unterschiede in Form, Dauer und Ziel der Behandlung.

Das Vorgehen des Therapeuten ist aktiver und gezielter als bei der Psychoanalyse. Der tiefenpsychologische Ansatz geht von aktuellen psychischen Konflikten aus. Das "Jetzt" ist wichtig. Von dort aus werden Erinnerungen an Kindheits- und Jugenderlebnisse aufgegriffen mit dem Ziel, die aktuellen Lebenseinstellungen zu verändern. Das Ziel ist die Bearbeitung konkreter Konflikte, wie z. B. das Problem der Abgrenzung und Durchsetzung eigener Bedürfnisse, das bei Depressionen oft vorkommt.

Die Therapie findet immer im Sitzen statt. Der Klient kann Mimik und Gestik des Therapeuten sehen und deuten. So ergibt sich eine mehr alltägliche Gesprächssituation zwischen Therapeut und Klient.

Im Gegensatz zur Psychoanalyse findet pro Woche eine Sitzung (max. zwei) statt. Die Dauer der Therapie richtet sich natürlich nach den Beschwerden und Bedürfnissen der Klienten, ist aber in der Regel kürzer als eine Psychoanalyse und beschränkt sich auf höchstens 100 Sitzungen.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie findet Anwendung bei Neurosen, Psychosen, psychosomatischen Störungen und Persönlichkeitsstörungen. Auch in der Therapie von Suchterkrankungen hat sie ihren festen Platz.

EMDR

EMDR (Eye-Movement Desensitization and Reprocessing) ist keine neue Therapierichtung, sondern ein von Francine Shapiro entwickeltes schulenergänzendes Zusatzverfahren. Die Verarbeitung belastender Gedächtnisinhalte und starrer Überzeugungen im Selbstkonzept geschieht durch therapeutisch angeleitete Konzentration auf die innere Wahrnehmung. Die psychodynamisch-behaviorale Behandlungsmethode EMDR gehört nach Jahren kritischer Forschung heute zum internationalen Behandlungsstandard.

Es handelt sich um eine visuell-konfrontative, entspannende und stark unterstützende Methode. Bilateral wechselnde Sinnesreize (induzierte Augenbewegungen, Antippen der Hände, Schnippen mit den Händen) bringen die Verarbeitung und Integration traumatischer Erfahrungen neu in Gang und führen sie zu Ende.

EMDR ist von der der American Psychological Association (APA) und der International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS) als wirksam anerkannt und gewinnt von Tag zu Tag an Bedeutung. Derzeit gibt es weltweit über 53.000 darin ausgebildete Therapeuten.

Systemische Therapie

Systemische Therapie ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren mit einer Vielzahl von Methoden und Anwendungsbereichen. Ursprünglich aus der Familientherapie entwickelt, wird sie heute in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen angewandt.

Sie betrachtet den einzelnen Menschen im Beziehungsgefüge seines Umfeldes und sieht Symptome als Ausdruck bestimmter Beziehungsmuster. Therapeutische Interventionen zielen darauf, Muster deutlich werden zu lassen, Ressourcen zu aktivieren und Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten zu erweitern.

Systemische Praxis erfasst neben dem klinischen Feld auch andere Bereiche wie Beratung, Supervision sowie Organisationsentwicklung.

Gesprächspsychotherapie

Der Gesprächspsychotherapie liegt die Idee zugrunde, dass die Psyche des Menschen ständigen Wachstumsprozessen unterliegt. Diese Prozesse können in bestimmten Phasen des Lebens durch ungünstige äußere Bedingungen (z.B. Krankheit, Trennung) oder durch nicht genügend innere Stabilität blockiert werden, sodass keine psychische Weiterentwicklung mehr stattfinden kann. Dies äußert sich dann in einem Gefühl von Ausweglosigkeit, ständigem Grübeln oder einer inneren Leere.

Ziel der Therapie ist es, den inneren Wachstumsprozess wieder in Gang zu setzen und eine Weiterentwicklung zu ermöglichen. Dies ist die Basis dafür, eigenständig und selbstverantwortlich Lösungen für Probleme zu finden.

Gesprächspsychotherapie gehört zur Gruppe der am häufigsten angewandten Psychotherapeutischen Verfahren. Die Therapieprinzipien des Verfahrens sind bedingungsfreies Akzeptieren, einfühlendes Verstehen und Echtheit. Die Entwicklung der Gesprächspsychotherapie ist eng mit der Person ihres Begründers Carl Rogers verbunden. In Deutschland wurde sie hauptsächlich durch Reinhard und Annemarie Tausch bekannt.